Anwendung: KALKPERLEN richtig ausbringen
Wir empfehlen 500 kg KALKPERLEN je Hektar und Jahr auf Grünland und Acker. Das deckt etwa den jährlichen Kalkverlust. Ist Ihr Boden schon zu sauer, braucht er mehr. So finden Sie die richtige Menge und bringen sie gut aus.
Redaktion KALKPERLEN, Kassel · Stand Oktober 2026 · mit Quellen
Mengen auf einen Blick
| Einsatz | Menge | entspricht CaO |
|---|---|---|
| Grünland | 500 kg/ha | rund 255 kg CaO/ha |
| Ackerland | 500 kg/ha | rund 255 kg CaO/ha |
| Gartenbau, Rasen | 5 kg/100 m² | rund 2,5 kg CaO/100 m² |
Jährliche Gabe oder Erhaltungskalkung?
500 kg KALKPERLEN enthalten rund 255 kg CaO. Das liegt im Bereich dessen, was Grünland laut DLG-Merkblatt 456 jedes Jahr verliert: 150 bis 450 kg CaO je Hektar, je nach Boden und Niederschlag. Als jährliche Gabe hält sie den pH-Wert also ungefähr stabil.
Der VDLUFA rechnet anders: Seine Erhaltungskalkung gilt für den ganzen Zeitraum bis zur nächsten Bodenuntersuchung. Auf Grünland mit Mineralboden sind das 4 bis 8 dt CaO je Hektar, also 400 bis 800 kg CaO oder rund 780 bis 1.570 kg KALKPERLEN. Liegt Ihr pH-Wert unter dem Zielbereich, kommt eine Auf- oder Gesundungskalkung hinzu. Die passende Menge für Ihre Fläche nennt der Kalkrechner.
| Bodenartengruppe | Humus bis 15 %: pH | dt CaO/ha | Humus 15,1–30 %: pH | dt CaO/ha |
|---|---|---|---|---|
| 1 · Sand | 4,7–5,2 | 4 | 4,3–4,7 | 2 |
| 2 · schwach lehmiger Sand | 5,2–5,7 | 5 | 4,6–5,1 | 3 |
| 3 · stark lehmiger Sand | 5,4–6 | 6 | 4,8–5,4 | 4 |
| 4 · sandiger / schluffiger Lehm | 5,6–6,3 | 7 | 5–5,7 | 5 |
| 5 · toniger Lehm bis Ton | 5,7–6,5 | 8 | 5,1–5,9 | 6 |
| 6 · Hochmoor, saures Niedermoor | pH 4,3 · keine Erhaltungskalkung | |||
Zeitpunkt
Für die Kalkung gibt es laut DLG keine engen zeitlichen Vorgaben. Wichtig ist ein tragfähiger Boden. Auf Grünland gilt der Herbst und Winter als optimal, weil Winterniederschläge den Kalk bis zur nächsten Nutzung einwaschen (LLH Hessen). Auf dem Acker bietet sich die Stoppelkalkung nach der Ernte an. Mehr im Ratgeber Wann kalken?
Streuen
Das Granulat lässt sich mit dem Zentrifugalstreuer ausbringen. Gleichmäßige Verteilung ist entscheidend: Fahren Sie mit Anschluss und prüfen Sie die Streubreite mit Auffangschalen, wenn Sie das erste Mal mit KALKPERLEN arbeiten. Auf Grünland soll der Kalk laut DLG durch Abschleppen zeitnah in die Narbe gebracht werden. Auf dem Acker können Sie ihn flach einarbeiten.


Kalk und Gülle
Bei kohlensaurem Kalk wie KALKPERLEN sind laut DLG im Zusammenhang mit Gülle, Gärresten oder Mist keine kalkbedingten gasförmigen Stickstoffverluste zu erwarten. Anders bei Branntkalk und Mischkalk: Hier empfiehlt der LLH 2 bis 3 Wochen Abstand. Mehr im Ratgeber Kalk und Gülle.